Äthiopien - Die Königin von Saba wartet auf Ihren Besuch!
Die Königin von Saba wartet auf Ihren Besuch!
- Unabhängig / Backpacking
Hallo von Alon und Renana! Wir sind etwa ein halbes Jahr lang von Äthiopien aus nach Süden bis nach Südafrika gereist – durch Kenia, Uganda, Tansania, Malawi, Ruanda, Sambia und Südafrika. Die Reise war unsere Hochzeitsreise, auf der wir Bergsteigen (darunter die Besteigung des Kilimandscharo und des Mount Kenya), Safaris in zahlreichen Reservaten in Tansania und Sambia sowie Gemeinschafts- und Stammesleben in Äthiopien und Südafrika miteinander verbunden haben.








Die Königin von Saba erwartet euren Besuch!
Äthiopien für Reisende
Bevor es losgeht, hier ein paar Tipps für Reisende in Äthiopien:
In Äthiopien gibt es ein Chabad-Haus in Addis Abeba. Es wird empfohlen, vor der Ankunft Kontakt aufzunehmen; sie helfen in vielen Bereichen, sucht sie auf Facebook. Ihr könnt auch der WhatsApp-Gruppe für israelische Reisende in Äthiopien beitreten, wo ihr Fragen stellen und Touren mit anderen Reisenden organisieren könnt, um Kosten zu sparen.
Transport:
Äthiopien ist ein riesiges Land, in dem die Straßen nicht vollständig gepflastert sind und der öffentliche Nahverkehr umständlich und unbequem ist – weder für Einheimische noch für weiße Reisende. Bei sehr langen Strecken empfiehlt es sich, Inlandsflüge in Betracht zu ziehen. Inlandsflüge mit Ethiopian Airlines sind sehr komfortabel, zugänglich und bieten 50 % Rabatt für diejenigen, die mit dieser Fluggesellschaft im Land angekommen sind, was sie auch finanziell attraktiv macht.
Für diejenigen, die keinen Inlandsflug nehmen möchten, gibt es zu den meisten Hauptstädten von und nach Addis Busse namens 'Salam Bus' oder 'Sky Bus'. Das sind komfortablere Busse, in denen jeder Fahrgast seinen eigenen Sitzplatz hat, die Busse nicht bis zum letzten Platz vollgestopft sind(!) und man sogar Wasser und einen Keks bekommt. Meistens lohnt es sich, Plätze in diesen Bussen im Voraus zu reservieren; manchmal reicht ein Tag vorher nicht aus und manchmal kann man noch am Morgen der Abreise Fahrkarten kaufen – je nach Auslastung. Diese Busse sind teurer, aber besonders bei 10–12-stündigen Fahrten sehr zu empfehlen. Sky Bus ist etwas günstiger als Salam Bus, beide sind gleichermaßen zu empfehlen.
Auf Fahrten, bei denen man keine Wahl hat und den regulären öffentlichen Nahverkehr nehmen muss.... Eine Busfahrt kostet weniger Geld, ist aber meist langsamer. Busse fahren früh morgens (5:30–6:00 Uhr) ab. Danach kann man 'Minibusse' nehmen, die extrem überfüllt und enger sind. Im öffentlichen Nahverkehr zählen Kinder, Hühner und Ziegen nicht als Personen, und jeder Zentimeter wird genutzt, um noch einen Sitzplatz hineinzuzwängen.
Geht davon aus, dass Äthiopier versuchen werden, von weißen Reisenden mehr Geld zu verlangen. Mein Tipp: Zahlt als Letzte, schaut, was die Einheimischen zahlen, und zahlt erst dann denselben Betrag.
Ein weiterer Punkt sind die Rucksäcke. In Äthiopien werden große Rucksäcke auf dem Dach der Busse festgebunden. Oft wird versucht, extra Geld dafür zu verlangen. Zahlt nicht extra dafür; ladet die Taschen am besten selbst aufs Dach.
Sitten und Gebräuche:
Äthiopier sagen auf eine besondere Art 'Ja' – ein Nicken mit dem Kopf zusammen mit einem tiefen Lufteinziehen. Lasst euch davon nicht verwirren!
Die Zeitrechnung unterscheidet sich vom Rest der Welt. Der Sonnenaufgang ist um 6:00 Uhr morgens (unsere Zeit), was für sie die Stunde Null ist. 10:00 Uhr unserer Zeit ist 4:00 Uhr äthiopischer Zeit. Fragt daher immer: 'My time or your time?'. Auch der Kalender unterscheidet sich: Das Jahr hat 13 Monate und liegt etwa 8 Jahre hinter unserer Zeitrechnung.
Englisch wird kaum gesprochen; vor allem Jüngere können etwas Englisch, aber die meisten kommunizieren auf Amharisch.
Das Land ist wirtschaftlich wenig entwickelt, hat aber eine reichhaltige Kultur. Das Nationalgericht 'Injera' wird täglich gegessen. Auf den Busfahrten läuft oft lautstark einheimische Musik.
Supermärkte sind selten; am besten erkundigt man sich nach den lokalen Markttagen, um frische Lebensmittel, Kleidung und Haushaltswaren zu kaufen.
Achtet gut auf eure Wertsachen! Wir und andere Reisende haben Erfahrungen mit Diebstählen gemacht. Schließt eure Wertsachen stets weg.
In Äthiopien gibt es Bajajs (dreirädrige Taxis, ähnlich den Autorikschas in Indien), die sehr günstig und praktisch sind.
An Straßenständen gibt es frischen 'Juice' (Fruchtshakes, oft Avocado mit Mango oder Papaya). Sehr lecker und absolut empfehlenswert!
Kommunikation:
WLAN ist selten und Anrufe sind teuer. Holt euch eine lokale SIM-Karte (Reisepass erforderlich). Im Chabad-Haus gibt es oft kostenlose SIM-Karten von früheren Reisenden.
An Kreuzungen kann man Guthabenkarten ('Telephone Cards') zum Aufladen kaufen.
Reiseplanung:
Äthiopien teilt sich reisebezogen hauptsächlich in drei Regionen: 1. Der Norden 2. Der Süden 3. Addis Abeba und Umgebung.
Der Norden: Bergig, grün, wasserreich.
Bahir Dar: Schöne Stadt am Tana-See und den Wasserfällen des Blauen Nils. Beliebt sind Bootstouren zu den Inselklöstern, Fahrradtouren am See und Ausflüge zu den Wasserfällen.
Gondar: Bekannt für die historische еврейische Gemeinschaft und die beeindruckenden historischen Burgen.
Simien-Gebirge: Wunderschöner Nationalpark und der einzige Ort weltweit, an dem man Gelada-Pavianen begegnen kann! Trekkingtouren dauern meist 2–4 Tage mit Begleitung eines bewaffneten 'Scouts'.
Mekelle & Danakil-Wüste: Mekelle ist der Ausgangspunkt für Touren in die Danakil-Wüste – eine der heißesten Regionen der Erde mit aktiven Vulkanen (Erta Ale) und bizarren Salzseen.
Lalibela: Berühmt für die 12 beeindruckenden, direkt aus dem roten Fels gehauenen Kirchen ('Jerusalem Äthiopiens'). Von hier aus sind auch Wanderungen im Abuna Yosef Gebiet möglich.
Addis Abeba: Die Hauptstadt ist riesig und quirlig. Sehenswert sind der Merkato-Markt und die Ausficht vom Entoto-Berg.
Süden Äthiopiens:
Debre Zeit: Idyllischer Ort mit sieben Kraterseen nahe Addis.
Shashemene: Zentrum der Rastafari-Kultur. Von hier aus kann man die heißen Quellen von Wendo Genet besuchen.
Hawassa: Schöne Stadt am Hawassa-See mit einem bekannten Fischmarkt.
Bale-Gebirge (Dodola): Phantastisches Trekkinggebiet mit einer beeindruckenden Gebirgslandschaft.
Arba Minch & Dorze: Ausgangspunkt für Reisen zu den Stämmen des Omo-Tals. In Dorze lohnt sich ein Besuch des traditionellen Dorfes mit seinen hoch gebauten Bambushütten.
Omo-Tal: Besuch der traditionellen Stämme (Konso, Hamer, Mursi). Eine faszinierende kulturelle Erfahrung.
Zusammenfassend: Äthiopien ist ein wunderschönes, vielseitiges Land! Genießt die Reise und passt auf euch auf!

